13 Handyregeln in der Schule
Die 13- bis 16-Jährigen Schülerinnen und Schüler wurden zu ihrer Einschätzung von Handyregeln an der Schule befragt. Zu den vier vorgelegten Regeln konnten sie jeweils angeben, ob sie diese Regel gut finden oder nicht und ob diese Regel aktuell an ihrer Schule gilt (Abbildung 13.1).
Die stärkste Zustimmung erhält die Regel, dass man ein Handy zur Schule mitbringen darf, es aber nur in Ausnahmefällen wie einem Notfall oder aus gesundheitlichen Gründen verwenden darf. 60% der Befragten stehen dieser Regel positiv gegenüber. 56% der befragten 13- bis 16-Jährigen besuchen eine Schule, an der diese Regel gilt und finden die Regel auch gut. Die zweithöchste Zustimmung findet die Regel, dass man ein Handy zur Schule mitbringen darf, es aber nur für spezielle Lernaufgaben verwenden darf. Etwas über die Hälfte (54%) der Befragten findet diese Regel gut, 36% besuchen eine Schule, an der diese Regel gilt und beurteilen die Regel positiv.
Geteilter Meinung sind die Schülerinnen und Schüler bei der Regel, dass man ein Handy zur Schule mitbringen und in den Pausen benutzen darf, aber nicht im Unterricht. 45% finden diese Regel gut, 30% finden die Regel nicht gut.
Die grösste Ablehnung haben die Schülerinnen und Schüler gegenüber der Regel, dass man kein Handy zur Schule mitbringen darf. 54% finden diese Regel schlecht. Aber auch hier findet sich mit 26% der 13- bis 16-Jährigen noch ein relevanter Teil, der diese Regel positiv bewertet.
Bemerkenswert ist, dass keine der abgefragten Regeln ausnahmslos positiv oder negativ bewertet wird. Selbst die am negativsten bewertete Regel, dass man kein Handy zur Schule mitbringen darf, wird immer noch von 26% der befragten Jugendlichen positiv bewertet (Abbildung 13.2). Was für diese unterschiedlichen Bewertungen ausschlaggebend ist, ist zurzeit noch unklar. Die Unterschiede scheinen aber nicht geschlechterbedingt zu sein, denn alle vier Regeln werden von den Mädchen und den Jungen weitgehend gleich beurteilt.

